Vor dem Wort, oder auch Vorwort

Wir wollen keinen ärgern, wir haben nicht die Wahrheit, wir haben keinen Missionsauftrag. Wir wollen keinen Dialog mit Ihnen, dafür gibt es bessere Möglichkeiten/Formate. Allerdings: f*c*book ist das nicht.

Aber eines sollten Sie bedenken: Was hier oft ehemalige Mitglieder und MItarbeiter von Freikirchen beschreiben, hat sich aus deren subjektivem Blickfeld so ereignet und in deren Leben Folgen gehabt. Massive, traumatische Erlebnisse resultierend in der Unfähigkeit ein selbstbestimmtes, zufriedenes Leben mit oder ohne einen Gott zu führen. Zweifel wurden in das Reich des “Bösen” verdammt. Gehorsam dem “Wort Gottes” gegenüber, verkündet durch DEN Pastor, das einzige was zählt. Diese Menschen wurden objektifiziert: Für zweifelhafte Ziele ge- und missbraucht.

Wir glauben, dass Menschen keine Objekte sind, die man beliebig für IRGENDWELCHE Zwecke einsetzen kann um das “Reich Gottes”, “Erweckung” und die “Wiederkunft des HErrn” nach vorne zu treiben. Und bevor der HErr wieder kommt, müssen ja alle Menschen einmal das “Evangelium” gehört haben.

Was da so passiert ist und immer noch täglich passiert ist, gelinde gesagt, “nicht schön”, das stellen wir, die Autoren, in vielen Einzelgesprächen immer wieder fest. Aber es ist an der Zeit das auch auszudrücken. Die “wahren” selbstzweifelfreien Gläubigen wird es sowieso nicht von dem “Weg der Wahrheit” abbringen. Aber vielleicht macht es dem ein oder anderen Mut sich auf die Suche zu machen, Zweifel zuzulassen, Menschlichkeit entdecken und einen (zeitweisen) Ausstieg zu wagen. Sich daneben stellen und mal reflektieren was man so die ganze Zeit gemacht hat.

Zeit für eine Zwischenbilanz.